Im Umgang mit sozialen Ängsten bin ich früher immer wieder in die gleichen Fallen getappt: 1. Ich habe (verzweifelt) versucht, die Angst zu unterdrücken. Doch was passiert, wenn wir unsere Emotionen einfach wegsperren wollen? Studien wie die von Levitt et al. (2004) zeigen, dass dieses Unterdrücken die Symptome nicht mildert, sondern verstärkt – ähnlich wie ein Wasserball, den man unter Wasser drückt und der dann mit umso mehr Geschwindigkeit nach oben schnellt.

Statt gegen die Angst zu kämpfen, könnte Akzeptanz der Schlüssel sein. Eifert und Heffner (2003) haben eindrucksvoll bewiesen, dass Akzeptanzstrategien weitaus effektiver sind als verzweifelte Kontrollversuche, um panikartige Symptome zu lindern.

Fehler Nummer zwei war die gigantische Selbstaufmerksamkeit. Die Metakognitive Therapie (MCT) betont, dass übermäßige Selbstfokussierung soziale Ängste erst richtig aufblühen lässt. Nordahl et al. (2018) fanden heraus, dass MCT, die uns lehrt, den Blick von unserem Inneren abzuwenden und stattdessen die Außenwelt wahrzunehmen, bei Angststörungen beeindruckende Erfolge zeigt.
Die Lösung? Statt sich in endlosen Gedankenschleifen zu verlieren, lieber die Aufmerksamkeit auf die spannende Welt um uns herum lenken.

Buch_Angst Schlafstörungen